Warum ein Buch, das nur aus Vorreden und Vorwörtern, ja sogar aus Vorreden der Vorreden besteht?
Die Vorreden waren für Jean Paul Friedrich Richter auch eine Bühne für seine philosophischen Kapriolen. Inmitten von Schachtelsätzen und Satzschleifen offen-
barte er dem Leser seine Gedanken über das Leben, die Liebe und den Sinn des Seins.

 

Wer Richters Romane lesen wollte, musste sich zuerst durch sein geistiges Labyrinth der Vorworte manövrieren – eine intellektuelle Mutprobe, die nur den Wagemutigen gelang. Er beschwerte sich sogar, dass seine Romane ihm den Platz für seine Vorreden stehlen. Deshalb habe ich ihm den Wunsch nun erfüllt ein Buch nur aus seinen Vorreden zu gestalten. Was er darüber gedacht hätte weiß ich nicht, aber ich glaube, es hätte ihm ein kleines Lächeln abgerungen.

Jean Paul Friedrich Richter, geboren am 21. März 1763 in Wunsiedel. Unter dem Pseudonym Jean Paul verfasste er humorvolle und philosophische Werke. Er war ein Zeitgenosse von Goethe und Schiller und zu seiner Zeit ebenso populär wie die beiden Klassiker. Sein Schreibstil zeichnete sich durch komplexe Satzstrukturen, Wortspielereien und eine tiefe Auseinandersetzung mit menschlichen Emotionen aus. Worte wie Angsthase, Schmutz- fink, Waschmaschine, Ehehälfte u.v.m. sind Worterfindungen des Autors. Er war ein kritischer Beobachter seiner Zeit, der gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragte und seine Gedanken in vielschichtiger Prosa festhielt. Jean Paul starb am 14. November 1825 in Bayreuth.

 

ISBN 978-3-942941-40-2

 

Das Buch ist erhältlich im Shop.